Time of my Life // 1995

Manchmal betrachte ich mich als gesegnet. Nicht in religiöser Hinsicht, sondern vielmehr deshalb, weil ich die mit Abstand beste Zeit für Computerspiele miterleben durfte, die es jemals gegeben hat und jemals geben wird. Nein ernsthaft, 1995 – 2005 sind die besten 10 Jahre Videospielgeschichte der Welt.

Eigentlich hätte ich 1994 – 2004 schreiben müssen, aber irgendwie sieht es so doch ein wenig historischer aus. Also beginnen wir unsere kleine Zeitreise 1995. Mit Siedler von Catan erscheint eins der besten Brettspiele aller Zeiten, die Doofen liefern mit Lieder, die die Welt nicht braucht einen meiner All-Time Album-Favoriten ab und weil der Autor noch zur Schule geht, hat er neben Fußball und anderem Kram ausreichend Zeit zu spielen.

Gute, schnelle und unkomplizierte Rennspiele waren, zumindest auf dem PC, Mangelware. Bis Bleißfuß und lehrte das Bremsen zu fürchten. Schnelle Grafik, präzise Steuerung und tolle Strecken – Mein Rennhighlight des Jahres.

Obwohl für mich einer der schwächeren frühen Teile muss man Need 4 Speed zugestehen, dass es den Grundstein für eine der besten Rennspielserien aller Zeiten gelegt hat. Zumindest bis der nervige Hype um Need for Speed – Underground nach der Jahrtausendwende die Serie nachhaltig zerstört hat.

Fifa Soccer 96 – Fußball. Geil. Besser als 95, schlechter als 98. Mein Highlight: Kalle Riedle in den zentralen Sturm, automatische Kopfbälle an und der BVB zerlegt alles und jeden 30:0.

Wenn ich an Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt denke, hab ich zuerst Kane vor Augen. Was für ein grandioser Charakter. Aber auch Abseits von Kane überzeugte C&C mit toller Grafik, grandiosen Videos und einem Design, dass auch noch Jahre später State-of-the-Art war. Was Westwood (Gott habe sie selig) damals als quasi Nachfolger des ebenfalls genialen Dune2 auf die Welt losgelassen hat, war schlicht sensationell.

Hart, härter, NHL 96 – Bei kaum einem Spiel bin ich derart an den Torhütern verzweifelt. Ob mit nem Kumpel, oder zusammen… Ich glaube, abseits der eigenen Verklärung, habe ich maximal 1 (!) Tor geschossen. Bis heute!

In Warcraft – Orcs and Humans deutete Blizzard zum ersten Mal an, wozu Echtzeitstrategiespiele im Stande sind. Technisch und von der Steuerung ein Stück hinter C&C, aber dennoch grandios und ebenfalls Grundstein einer der besten Spielereihen aller Zeiten.

Destruction Derby: Autos. Kaputt fahren. Ende.

War das originale Star Wars schon grandios, fand ich Star Wars: X-Wing Collector’s Edition noch nen Tacken besser. Jaja, jetzt kommen wieder die Hardcorefans und lamentieren „Ööööh, da fehlt aber die dynamische iMUSE-Kampfmusik!!“. Stimmt, macht mir aber nichts.

Descent habe ich nie selber auf meinem Rechner gehabt. Aber immer wenn ich bei Christian war, gings in die Tiefen des Pluto. Unvergessen die Hetzjagden aus den Minen, sobald man die Selbstzerstörung aktiviert hatte. Übel ist mir dabei übrigens nie geworden…

Auch wenn ich Jagged Alliance: Kampf um Metavira erst ein paar Jahre später für mich entdeckt habe, gehört es in 1995. Traumhaft taktische Rundenkämpfe in einer idyllischen Umgebung und mit schier unendlichen Freiheiten. Für mich nur getoppt vom zweiten Teil, aber der kommt ja noch.

 

So, das solls erstmal gewesen sein. Irgendwann folgt mit 1996 der nächste Teil.

 

Und nur, damit keine Gerüchte aufkommen: Die Headline leitet sich NICHT von diesem Lied ab:

sondern von diesem:

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